Diagnostik am Lernort

Sehprobleme können sich bei Kindern und Jugendlichen auf vielfältige Weise bemerkbar machen. Wird ein sehr naher Abstand benötigt, um Details zu erkennen, können das Tafelbild oder klein gedruckte Texte nicht gelesen werden oder legt ein Kind beim genauen Schauen den Kopf schief? Klagt es über Lichtempfindlichkeit oder über das Sehen von Doppelbildern? Beobachten Sie ein vorsichtiges, suchendes Bewegen in unbekannten Räumen oder im Sportunterricht? Oder ist Ihnen der augenärztliche Bericht unklar?

Viele Kinder mit einem Förderschwerpunkt im Bereich Sehen sind uns aus der Frühförderung bekannt. Manchmal werden die Sehbeeinträchtigungen von Kindern und Jugendlichen allerdings erst bei der 4,5-Jährigen-Überprüfung, der Vorstellung für die erste Klasse oder im Unterricht in höheren Klassen entdeckt. In diesem Fall ist es zunächst Aufgabe des Förderkoordinators der Regelschule, alle notwendigen Unterlagen zusammenzustellen und an das zuständige Regionale Bildungs- und Beratungszentrum (ReBBZ) weiterzuleiten. Die Fachkräfte des ReBBZ bündeln die Informationen über die Schüler und nehmen Kontakt zum BZBS auf.

Das Diagnostikteam des BZBS besucht die Schüler an ihren Schulen und überprüft ihr funktionales Sehvermögen im Schulalltag. Großen Wert legen wir dabei auf den Austausch mit dem Klassenteam und den Eltern der Kinder und Jugendlichen.